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Frühling in der Wachau

Die Wachau ist immer einen Ausflug wert – zu jeder Jahreszeit bietet die Region zwischen Krems und Melk tausend Gründe für einen Besuch.

Neben der traumhaften Landschaft und den vielen interessanten historischen Stätten, lockt eine kleine Frucht jährlich viele tausende Besucher in die Wachau: die Marille! Für meine deutschen Leser: die Aprikose 😉 Interessant: die Urheimat der Marille ist China!

Es gibt einen richtigen MarillenTourismus, die Einheimischen nennen es den „Marillenwahnsinn“.

So begann am ersten Aprilwochenende der Marillenwahnsinn – denn: die Marillenbäume standen in voller Blüte und eröffneten inoffiziell die Saison. Und genau das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Bisher habe ich die Wachau fast ausschließlich auf der rechten Donauseite erkundet – zum Beispiel Dürnstein, Spitz, Weißenkirchen. Die Marillenblüte wollte ich jedoch auf der anderen Seite der Donau erleben. In Angern, das liegt etwa auf der Höhe von Krems, gibt es einen eigenen Marillenweg.

Auf einem Rundweg von etwa 4,5 Km wandert man durch die idyllischen Weinberge und Marillengärten. Streckenweise geht es bergauf, mit gemütlichem Tempo schafft man den Rundweg in 1,5 bis 2 Stunden. Auch mit Kinderwagen ist die Strecke gut begehbar, es gibt die Möglichkeit, den Rundweg bei der Hälfte abzukürzen.


Einzig die Parkplatzsituation ist nicht optimal, am Wochenende der Marillenblüte parkten die Ausflügler aufgrund der nicht vorhandenen Möglichkeiten kreuz und quer. Je früher man dort ist, umso bessere Chancen hat man auf einen „legalen“ Parkplatz.

Wer nicht mit dem Auto anreisen möchte, kann auch mit dem Rad kommen – denn: Angern liegt direkt am Donauradweg.

Etwa bis Ostern kann man die Marillenblüte bewundern. Die Marillenernte wird Anfang Juli beginnen und bis Anfang August dauern. Je nach Wetterverhältnissen fällt die Ernte gut oder schlecht aus, es empfiehlt sich daher, Marillen beim Bauern seines Vertrauens vorzubestellen. Übrigens: nicht jede Marille ist eine „Wachauer Marille“. Nur Marillen aus diesen Orten dürfen sich so nennen: Aggsbach-Markt, Albrechtsberg, Bergern im Dunkelsteinerwald, Droß, Dürnstein, Furth, Gedersdorf, Krems, Maria Laach, Mautern, Mühldorf, Paudorf, Rohrendorf bei Krems, Rossatz-Arnsdorf, Senftenberg, Spitz, Stratzing, Weinziel am Wald, Weißenkirchen, Schönbühel-Aggsbach und Emmersdorf.

Vom Marillenrundweg hat man einen wunderbaren Blick auf das Benediktinerstift Göttweig, Weltkulturerbe seit 2001! Ein Besuch ist absolut empfehlenswert – es gibt eine Dauerausstellung über das Klosterleben und wechselnde Sonderausstellungen in den Fürsten- und Kaiserzimmern. Barockliebhaber werden im Museum im Kaisertrakt auf ihre Kosten kommen  – nicht zu vergessen: das Stiftrestaurant mit herrlicher Panoramaterrasse.

Wer ein ganzes Wochenende in der Gegend verbringt, sollte unbedingt einen Aufenthalt im nahen Krems einplanen. Empfehlenswert das Karikaturmuseum und die Kunsthalle Krems oder auch die Gozzoburg.

Ein kleiner Stadtbummel endet am besten in einem der zahlreichen Kaffeehäuser mit einer ordentlichen Portion Marillenknödel!

 Wer wissen will, wie es in der Wachau rund um den Marillenkirtag im Juli abgeht, kann gerne hier schmökern!

3 Kommentare zu „Frühling in der Wachau

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