Allgemein

Ein Kleid in 20 Schritten nähen

Mein heutiger Post richtet sich an all die Fashionvictims, die mal eben ein Kleid um 15,00 Euro kaufen. Zu teuer? Ja! Es gibt auch noch billigere Teile. Mir gehts jetzt nicht darum, dass Mode teuer sein muss. Mir gehts darum, dass jedes Kleidungsstück so viel mehr wert ist. Natürlich, Massenproduktion, günstige, qualitativ minderwertige Stoffe können am Preis schrauben. Der höchste Preisfaktor an einem Kleidungsstück sollte aber doch die Arbeitszeit der Näherin sein. Und wie wir alle aus den Medien wissen, arbeiten diese Frauen – ob jetzt Bangladesh oder Indien – um einen Hungerlohn.

Meine Nähkolleginnen wissen, wie lange es dauert, ein Kleidungsstück herzustellen. Für all diejenigen, die keine Vorstellung davon habe, habe ich heute eine kleine Bildgeschichte:

Wie entsteht ein Kleid:  (und ich bin ein Freund von rasch und unkompliziert)

Geschafft!

Der Schnitt ist eine weitere Variante des Baukastenkleides aus dem Buch von Rosa P.

Wieviel würdet Ihr für dieses Kleid zahlen?

Verlinkt zu RUMS

11 Kommentare zu „Ein Kleid in 20 Schritten nähen

  1. Sehr schön aufgezeigt! Vielen Nicht-Näherinnen ist gar nicht bewusst, wieviel Arbeit hinter einem Kleidungsstück steht. Ergänzen könnte man hier noch die e-Book-Version, wo man zuerst noch alle Seiten ausdrucken, Ränder schneiden und alles zusammenkleben muss, bevor man das Schnittmuster dann abpaust.
    Und zum Thema Wert/Bezahlen habe ich auch mal ein Kleidungsstück zusammengefasst, ein Kapuzenpullover inklusive Plottbild für meine Tochter. Materialwert etwa 64 Euro, Zeitaufwand 4.5 Stunden.. Da würde mir wohl eher niemand einen angemessenen Preis dafür bezahlen..
    Bekommt man ja in Ladenketten auch für 10 Euro, oder? 😉

    Gefällt mir

  2. Liebe Andrea,
    Ich finde es gut, wie du dich mit dem Thema beschäftigst! Mit deiner Bilderreihe kann sich sicher auch jeder Nicht-Näher den Produktionsprozess gut vorstellen!
    Liebe Grüße
    Susi

    Gefällt mir

  3. Den Post finde ich super!
    Schon bevor ich nähen konnte, machten mich Preise von Kleidungsstücken oft sehr stuzig – so wenig Arbeit kann das gar nicht sein, zuerst die Gewinnung von Rohstoffen, die Stoffherstellung muss doch auch aufwendig sein, der Transport und dann das Nähen erst.
    Seit ich nähen kann, frage ich mich noch mehr, wo die Preise herkommen und warum man ein Kleidungsstück kauft, um es am Ende der Saison wegzuwerfen…..
    Das Kleid ist übrigens auch sehr schön 🙂
    Liebe Grüße
    Iris

    Gefällt mir

    1. vielen dank für deinen ausführlichen Kommentar! ich finde das auch so schlimm, wenn man Kleidungsstücke so komplett ohne nachzudenken kauft und nach ein paar mal tragen wegschmeißt. klar, diese billig-teile haben keine Qualität. nach ein paar mal waschen sind sie oft nicht mehr tragbar. meine selbstgenähten Kleidungsstücke wasche ich übrigens nur mit der handwasch-Funktion, damit sie auch wirklich ganz ganz lange halten!

      glg Andrea 🙂

      Gefällt mir

  4. Dein Kleid sieht toll aus, der Ankerstoff ist besonders schön! Toll auch, Deine ausführliche Darstellung. Das Bewußtsein ist leider bei vielen noch nicht angekommen. Ich denke mir schon sehr lange, dass da was nicht stimmen kann, wenn man Shirts für 5 Euro und billiger bekommt… Das ist der schöne Nebeneffekt beim Nähen, dass man die Dinge auch noch so richtig schätzen lernt!

    Liebe Grüße
    Lilo

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s